Manfred Wendel

Manfred Wendel wurde 1965 im Ruhrgebiet geboren. Er studierte in Duisburg und an der Folkwang-Schule Essen Kunst auf Lehramt und ist seitdem im Westerwald als Kunsterzieher tätig.
Während und nach dem Studium widmete er sich hauptsächlich der Druckgrafik und dem Anfertigen von Papierarbeiten. Als Mitglied der Ateliergemeinschaft im Wasserturm zu Hohenbudberg wurden diese Arbeiten sowohl in Gruppen- als auch in Einzelausstellungen gezeigt.

Die Entwicklung der Drahtobjekte begann etwa 2010. Dafür werden neben unterschiedlichen Drähten auch Fundstücke, Knochen und Papier verwendet. Die meist aus Pergaminpapier bestehenden Segelflächen verstärken dabei die Dreidimensionalität der Raumzeichnungen. Abgesehen davon, dass dieser Begriff eine gewisse Tradition hat (Calder), setzen sich die Drahtobjekte in der Regel aus Drahtbögen zusammen, die zwischen den Endverbindungen nur zweidimensional gebogen sind, also gezeichneten Linien entsprechen.

Erst durch die Verbindungen erreichen sie ihre Räumlichkeit, werden zu Raumzeichnungen. Sie haben meist keine bestimmte Standfläche, vielmehr sind die Objekte bewusst auf Allansichtigkeit hin konzipiert. Wie der Betrachter sie stellt, hängt oder legt, bleibt ihm überlassen.